Niszczycki von Radzanowa

verbunden über die Linie Gulczewski-Sierpc

Niszczycki, Wappen Prawdzic / von Radzanowa

In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts lebte in Masowien ein Mitglied der Familie Prawdzic. Aufgrund gemeinsamer Abstammung von den Vorfahren Gulczewski, über Kryski und Chwalisław, schrieben sich dessen Söhne „z Radzanowa“ (aus Radzanów) und „Starege“ (ein Dorf unweit der Stadt Płock).

Chwalisław entstammte einer Familie mit vielen begabten Vorfahren, die im historischen Masowien herausragende Rollen erfüllten. Bekannt sind seine Söhne Jakub (alias Jakusz) und Paweł (alias Paszko). Jakub erhielt im Jahre 1386 durch Verleihung die Stadt Nasielsk sowie ein kleines Dorf. Zudem erhielt er Privilegien zur Gründung von Städten am Fluss Wkra bei Radzanów (genannt Nowy-Wic), wobei dieser Besitz später auf seinen Bruder Paweł überging. Die Söhne von Jakub und Paweł, genannt „Niemiera“, waren eine Zeit lang mit den Familien Nosielski und Parys liiert.

Der zweite Sohn von Chwalisław war im Jahre 1388 Starost von Bełz, nachfolgend Fahnenträger von Warschau und der Stadt Płock. Dessen Sohn, Paweł von Radzanów und Ciemniewo, war in den Jahren 1415–1448 Woiwode von Bełz. Ein Kind dieses Paweł (und der Katarzyna N.) war die Tochter Dobiechna. Im Jahre 1451 war ihr Ehemann Jan Magiera, Wappen Rawicz (laut Sejm Wappen Szeliga). (Quelle: Kaspar Niesiecki, Tom VI, Herbarz Polski, 1844)

Sippe Niszczycki – von Piwkowski

  • Zygmunt: Im Jahre 1441 Fahnenträger von Płock, später Woiwode von Bełz, gestorben ca. 1471.
  • Andrzej: Trat in den Jahren 1461–1491 ebenfalls als Woiwode von Bełz hervor.
  • Sein Bruder Zygmunt (Uhnowski) von Radzanów hinterließ eine zahlreiche Nachkommenschaft:
    • Andrzej: Woiwode von Płock und Stammvater der Sippe Niszczycki (aus Radzanów).
    • Paweł aus Kupsk: Im Jahre 1495 Kastellan von Bełz.
    • Herbort (alias Hilbrant) und Mikołaj Herburt, Wappen Pawęża. (Quelle: Kaspar Niesiecki, Herbarz Polski, Tom I, 1839–1846, S. 270)
       

Besitzverhältnisse und Erbschaft

Im Jahre 1482 erbten Zygmunt und Jakub Ciemniewo. Die Tochter von Zygmunt, Anna (Uhnowska), war im Jahre 1477 die Frau von Bolesław V., Herzog von Płock und Kleinpolen. Mit ihm starb die Linie der masowischen Piasten im Mannesstamm aus. Der Bruder von Zygmunt war Jan von Radzanów (verheiratet 1540 mit M. Golczewska). Zygmunt und Andrzej nannten sich „von Niszczycki aus Radzanów, Ciemniewo und Uhnów“ im Gebiet Bełz

(Genealogische Ahnenlinie von Piwkowski, Wappen Prawdzic, über Gulczewski-Sierpc)

Die Familie Niszczycki ist im Polski Słownik Biograficzny (Polnisches Biographisches Lexikon) verzeichnet. (Übersetzt aus: Herbarz Mazowiecki, Tom III, von Jerzy Łempicki, Posen 1998)

Polonisierung von deutschen Geschlechtern, die ihre Namen nach vorhandenem neuen Eigentum annahmen:

  • Kaleski alias Wilk
  • Plemiński alias Schaffenberg
  • Zawadzki alias Bieberstein
  • Zakrzewski alias von Kalkstein
  • von Wipszyński alias Dąbrowski
  • von Canden alias von Trzciński
  • von Damerau alias Dąbrowski
  • von Lechwald alias von Powalski
  • Fugger alias Fukier
  • von Głuchów alias Głuchowski

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