Familie Weiher

Verwandte Familien der Familie Piwo/Piwko-Piwkowski

Aus dem Adelslexikon “Herbarz Polski” von Kasper Niesiecki, Seiten 266-272

Weiher Wappen.

Die Rosen setzen sie nach unten, die Haken nach oben, wenn auch nicht in gleicher Form, so sind sie doch bei dem einen wie bei dem anderen angeordnet. Sicherer scheint zu sein, was das Manuskript über preußische Familien von Stanisław Trebnic schreibt:

In der Predigt beim Begräbnis von Weiher heißt es, dass es drei rote Rosen in weißem Feld sein sollten, eine neben der anderen, über die Breite des Schildes ausgebreitet, darunter drei Zähne oder gekoppelte Haken, zwischen zwei weißen Balken, in blauem Feld. Okolski setzt vier Balken zwischen drei [Rosen], die Haken verteilte er im roten Feld, und unter ihnen noch über dem vierten Balken; das Feld, das über dem ersten Balken übrig bleibt, und das letzte, das unter dem vierten ist, sagt er, sollte blau sein. Wappen mit Namen Weicher (Poln. Literatur)

Auf dem Helm platzieren sowohl er als auch Bielski drei Straußenfedern, andere drei Türme, aus denen jeweils eine Straußenfeder herausschaut.

Woher dieses Wappen erworben wurde, lese ich nirgends, nur das erwähnte Manuskript bezeugt unter Berufung auf die holländische Geschichte, dass zur Zeit Karls des Kahlen, des römischen Kaisers, Teodoryk Weiher, gebürtig aus Franken, ein tapferer Mann, auf der Suche nach Ritterruhm zusammen mit den Kreuzrittern nach Preußen und Pommern kam und sich dort niederließ.

Von diesen stammte Marcin Weiher, Erbe der Güter namens Leba, Bischof von Kammin in Pommern im Jahr 1549. Zwar meint Micraelius Syntagm. Histor. lib. 3. fol. 542., dass er bereits von der lutherischen Sekte angesteckt gewesen sei, jedoch sagt die Geschichte des Posselius Polon. Pruth. fol. 515. über seinen Tod im Jahr 1556, dass dies der letzte katholische Bischof von Kammin war.

Und Mateusz Judycki, der unter anderem das Grabmal der Weiher in Puck errichtete, um jenem Marcin ein Andenken zu hinterlassen, da er aus diesem Hause und dieser Linie stammte, schrieb im Jahr 1655: Martinus Weiher ultimus Episcopus Catholicus Caminensis, vir in suo munere pastorali pervigil, sepultus in sua Cathedrali [Martin Weiher, der letzte katholische Bischof von Kammin, ein in seinem Hirtenamt höchst wachsamer Mann, begraben in seiner Kathedrale], dies schrieb Starowol. in Monum. nieder.

Ernest Weiher, Erbe in Leba und Neuhof, Oberst des Königs Sigismund August, Starost von Puck, Neuenburg und Sobowidz, aus Ram... [Text bricht ab]

Erläuterungen zur Übersetzung:

  • Wappenbeschreibung: Der Text beschreibt verschiedene Varianten des Wappens (Position der Rosen, Balken und Haken), da heraldische Quellen jener Zeit oft leicht voneinander abwichen.
  • Geografische Namen:
  • Kamiński: Gemeint ist das Bistum Kammin (heute Kamień Pomorski).
  • Pomeranji: Pommern.
  • Puck: Stadt in Putzig (Polen).
  • Leba: Łeba.
  • Historische Kontexte: Der Text erwähnt den Übergang zum Protestantismus („lutherische Sekte“) und die Rolle der Familie im Deutschen Orden („zusammen mit den Kreuzrittern“).

Dies ist eine getreue Übersetzung des bereitgestellten polnischen Textes aus einem Adelslexikon (wahrscheinlich aus dem „Herbarz Polski“ von Kasper Niesiecki), der sich mit der Familie Weiher befasst.

Der Text beschreibt das Leben und die Taten eines bedeutenden Mitglieds dieser Familie, vermutlich Ernst (Ernest) Weiher.

Er war der Erste, der aus Pommern aufstieg und sich in Preußen niederließ, sogar unter den Bemühungen von Pater Piotr Skarga von der Gesellschaft Jesu im Jahre 1585. Er versöhnte sich mit der katholischen Kirche, nachdem er die lutherische Sekte bereits in hohem Alter verworfen hatte. Der Historiker der Gesellschaft Jesu, Sachin, widmete ihm auf Seite 5, Buch 5, Nummer 104 folgendes Lob: „Preußischen Bodens Stütze und Ruhm des Krieges“.

Er war ein Krieger, der sich um sein Vaterland verdient gemacht hat, als er im Jahre 1564 von König Sigismund August mit sechshundert ausländischen Kavallerie-Truppen zur Besatzung nach Livland entsandt wurde. Dort nahm er Christoph, den Herzog von Mecklenburg und Koadjutor des Erzbistums Riga, gefangen, welcher sich entgegen seiner Verpflichtung gegenüber den Polen der Seite des schwedischen Königs Erich angeschlossen hatte, und sandte ihn dem König zu. Die ihm anvertraute Provinz verteidigte er tapfer sowohl gegen die schwedische als auch gegen die moskowitische Macht (Bielski, f. 610).

Ein noch größeres Feld für seine heroischen Taten eröffnete sich ihm unter König Stephan Batory. Zuerst bei Dirschau (Tczew), als er das Lager der gegen diesen Herrn rebellierenden Danziger überfiel, ihnen die Geschütze abnahm, einige ihrer Leute schlug und andere zur Flucht zwang; bei dieser Gelegenheit bewies er seine Tapferkeit und trug eine Wunde davon (Bielski, fol. 739). Kurz zuvor hatte er Heinrich von Kutzbach, den Gesandten des Kaisers an ebenjene Danziger, abgefangen, da er eine schädliche Korrespondenz der Stadt mit einem solchen Monarchen befürchtete (Bielski, fol. 737).

Im späteren Kampf gegen die Danziger half er unseren Truppen zum Sieg, belagerte die Laterne (Weichselmünde) am Meer eng und erfüllte in allen Nöten das Amt eines tapferen Führers und Generals. Auch im moskowitischen Feldzug verdankten die Eroberungen von Polozk und Pskow seinem unerschrockenen Herzen viel. Er war nämlich ein Herr von schnellem Verstand, großer Urteilskraft und der Kenntnis verschiedener Sprachen, von ausgeglichenem Geist sowohl im Glück als auch im Unglück; dies war sein Wahlspruch: Pugnae certamen, ni certissima adsit victoriae spes, quacunque ratione fieri potest, evitari debet, cum nempe profligatus, famam simul amittat, nec facile iterum redintegret vires (Der Kampfschlacht, sofern nicht die sicherste Hoffnung auf Sieg besteht, muss auf jede erdenkliche Weise ausgewichen werden; denn wer geschlagen wird, verliert zugleich seinen Ruf und gewinnt seine Kräfte nicht so leicht wieder zurück).

Oftmals unterstand ihm im Kommando das gesamte Heer als einem Mann, der in der Kriegskunst bewandert war. Er starb als Woiwode von Kulm (Chełmno). Über ihn schrieben Starowolski in „Bellat. Sarm.“ fol. 205, Stryjkowski fol. 790 und Kobierzycki fol. 262 (Kasp. Nies. Herb Pols. T I S. 214).

Er war auf Lebenszeit mit Anna Mortęska verbunden, der Tochter des Unterkämmerers von Marienburg und leiblichen Schwester von Ludwik Mortęski, dem Woiwoden von Kulm. Sie gebar ihm fünf Töchter:

  • Die erste, Zofia, heiratete Jan Sapieha, den Starosten von Uschmjan und Woiwoden von Kiew; in zweiter Ehe heiratete sie Rucki im Lande Lublin.
  • Die zweite war vermutlich mit dem Fürsten Massalski, dem Kastellan von Smolensk, verheiratet.
  • Die dritte war mit Jędrzej Koss verheiratet, dem leiblichen Bruder des Abtes von Pelplin.
  • Die vierte wurde Nonne in Strzelno.
  • Die fünfte starb als Jungfrau.

    *Jan Koss, Wappen zwei Eigene, gestorben 1657, Wojewode von Kulm
    Jan Koss, Wappen zwei Eigene, gestorben 1699, Wojewode von Kulm
    (Kasp. Nies. Polski T. I S. 214 r. 1839/46)

Er hatte zudem sechs Söhne. Franziskus, dieser starb in Krakau in jungen Jahren, verabschiedete sich von der Welt, bestattet ebendort bei den P.P. Dominikanern; er war Höfling von Sigismund III.

Jan, der zweite Sohn von Ernest, dem Woiwoden von Kulm (Chełmno), war zuerst Unterkämmerer von Kulm 1604, darauf Kastellan von Elbing 1612, dann Woiwode von Marienburg 1618, schließlich Woiwode von Kulm, Starost von Putzig (Puck), Sobowidz, Radzyn und Schlochau (Człuchów).

Unerschrockene Tapferkeit, mit der er sich mehr als einmal in verschiedenen Schlachten auszeichnete, ebnete ihm den Weg zu diesen Ämtern: Seine erste Expedition führte ihn mit Sigismund III. nach Schweden. Zu jener Zeit hatte er das Kommando über die Infanterie inne, wo er teils durch treuen Rat, teils mit der Waffe das Glück und die Würde der königlichen Majestät gegen die rebellierenden Schweden aufrechterhielt, die sich gegen ihren erblichen Herrn Sigismund erhoben hatten.

Dies geschah nicht ohne offensichtliche Lebensgefahr, als er durch eine Kanonenkugel an Seite und Schulter verwundet wurde und seine Ergebenheit gegenüber diesem König beinahe mit dem Leben besiegelte. Nach der Rückkehr in die Heimat wurde er, sobald er wieder genesen war, von eben diesem König mit einem Heer nach Ungarn gesandt. Dort stand er mit dem kaiserlichen Hetman nicht nur in Ungarn, sondern auch in der Walachei und der Moldau mit großem Ruhm für seinen Mut dem Feind entgegen.

Bei Targowica, später bei Bukarest, Bila Zerkwa und Giurgiu schlug er mehr als einmal stets glücklich die Türken und Tataren. In Moskau arbeitete er angestrengt vor den Augen des Königs Sigismund an der Eroberung von Smolensk. Während Jakub Potocki von der einen Seite als Erster auf die Mauern dieser Stadt vordrang, bahnte sich dieser Jan von der anderen Seite mit seiner Infanterie den Weg auf die Mauern. Dort wurde er im Lager, noch im Jahre 1609, von einer Hakenbüchse beschossen, doch die Rüstung hielt stand; für diese Wohltat dankte er Gott dem Herrn und hängte ebendiese Rüstung in Loreto auf.

Nach Chocim mit dem Prinzen Władysław gegen den türkischen Zaren Osman entsandt, fürchtete er nicht nur dessen Macht nicht, sondern setzte ihr mehr als einmal ordentlich zu, besonders als Karakas Pascha unerwartet seinen Standort überfiel. Seinen damals gezeigten Mut loben außerordentlich Ostroróg, der Woiwode von Posen, in seinem Tagebuch dieses Krieges und Birkowski in der Grabrede, bis dieser tapfere Mann im Jahre 1626 in den ewigen Frieden einging.

Er war ein großer und umsichtiger Senator im Rate, von dem er sich für dieses Vaterland wünschte, dass stets ein ordentliches Heer in Bereitschaft stünde und nicht erst aufgestellt würde, wenn der Feind bereits tief in das Innere des Landes vorgedrungen ist. Sogar die Ausrüstung einer eigenen Flotte auf der Ostsee wünschte er sich, zumal der Schwede uns Preußen zur See überfiel.

Starowolski sagt in Bellum Sarmati, dass er in einer Gesandtschaft zum dänischen König reiste, Okolski hingegen, dass er zu Herzog Karl von Södermanland reiste. Von Jugend an in ritterlichen Taten erprobt, hielten ihn nach dem Tod von Żółkiewski 1620 alle für fähig, den Kronstab zu führen.

Genealogische Details und Hinweise (der Übersetzer)

In den Texten finden sich wichtige heraldische Korrekturen. So wird darauf hingewiesen, dass die Familie Szczawiński nicht das Wappen Dąbrowa führt, wie in manchen Manuskripten fälschlich angegeben, sondern das Wappen Prawdzic. Dies wird durch Grabinschriften in Danzig bei den Dominikanern belegt, wo die Ahnenwappen (Quartiere) korrekt dargestellt sind.

Zusammenfassung der familiären Verbindungen

Die Weiher waren durch Heiraten mit den bedeutendsten Familien der Zeit verbunden, darunter die:

  • Potulicki
  • Szafgocz (Schaffgotsch)
  • Radziwiłł
  • Mortęski
  • Opalinski
  • Szczawinski

    (Wojewoden von Inowroclaw)
  • Pawel (Paul) Szczawinski, Wappen Prawdzic, gestorben 1679
  • Jakob Albrecht Szczawinski, Wappen Prawdzic, gestorben 1683
    (Kasp. Nies. Herb. Polski T I r. 1839–1846 S. 171)
  • Ludwig Morteski, Wappen Eigenes, gestorben 1539
    Kastellan von Elbing, 1516 von Danzig
  • Jan Weiher, Wappen Eigenes, Wojewode von Marienburg 1615
  • Dymitr Weiher, Wappen nach Namen Kastellan von Danzig, gestorben 1627

Gerd von Piwkowski-Juni 2026

Genealogische Ergänzungen und verschwägerte Linien (Piwkowski / Weiher)

  • Morteski: Wappen Morteski.
  • Piwkowski: Wappen Kosemczyk, Hochwohlgeboren (Freiherr).
  • Barbara Potulicka: verheiratet mit Ludwik Weiher, dem fünften Sohn von Ernest Weiher; eine Witwe von Graf Jan Rozrażewski, Wappen Doliwa, Kastellan von Posen – direkt verwandt.
  • Franciszkow Czarnkowski: Kastellan v. Posen.
  • Graf Tuczynski: Wappen Nałęcz (de Wedel).
  • Graf Szafgoczow (Schaffgotsch).
  • Anna Szczawinska: die Tochter des Starosten; ihr Grabstein ist in der Dominikanerkirche zu Danzig.
  • (Kasp. Niesiecki Herb Pol.)

Über angeheiratete genealogische Linien sind auch die Piwo-Piwko-Piwkowski verwandt für die Jahre 1400–1600 (Jan Siwik Enzyklopedia szlachecka T. 2000 S. 1–700), die bei Weiher lesen in Kasp. Nies. Herb Pols. T IX r 1842 S. 265–275. (Episkopat Płock w latach 1075–2015).

Verwandt mit der Sippe „Koss“ über Familie Loka ist Familie Gerd von Piwkowski 2025 verwandt mit der Sippe Zborowska über Morteska der genealogischen Linien von Piwkowski.

(Jan Siwik Encyklopedia Nazwisk i Przdomkow Szlachacki)
(Uruski T. 1–16) Boniecki T. 1–10

Mit Hilfe von KI übersetzt:

Gerd von Piwkowski - Juni 2026

Inhaltspezifische Aktionen